// Hong Kong 2014 - Tag 5

Heute war ja eigentlich ein bisschen was angefacht. Ein paar Tempel und der Ocean Park. Aber wie das nunmal so ist mit der Planung. Die ist voll den Bach nundergange. Gestern Abend halt Griechenland gegen Argentinien gespielt und ich saß gespannt vor meinem iPad und habe den Ticker verfolgt. Deshalb bin ich erst so gegen 6 Uhr ins Bett. Ich habe es dann trotzdem noch um 10 Uhr geschafft den Wecker zu hören. Aber dann hab ich mir gedacht, ach komm noch 5 min. Wer kennt es? Naja als es dann 15 Uhr war, war an Tempel, Nonnen, Shaolins und Ozeanriesen nicht mehr zu denken. Wir sind dann in eine andere art Tempel gegangen. Ein Konsumtempel. Harbour City ist das größte Kaufhaus hier in HK. Also hier findet man echt alles. Was ich gefunden habe war ein Remote-Controller für meine 5d. Es nervt manchmal das die interne maximale Belichtungsdauer auf 30s begrenzt ist. Ein Anwendungsbeispiel für längere Belichtungszeiten ist zum Beispiel wenn man einen belebten Ort menschenleer erscheinen lassen will.

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Problem dabei ist das natürlich helle Bereiche im Bild irgendwann mal ausbrennen. Sie sind einfach zu hell. Für zwei, drei Minuten Belichtung. Irgendwann kann man mit dem objektiv auch nicht weiter abblenden. Zum einen fängt bei aps-c Kameras ab ca. Blende 11 und bei VF ab ca. Blende 16 Beugungsunschärfe an. Das mindert dann einfach die Bildqualität. Zum anderen kann man irgendwann mit seinen Objektiven einfach nur bis zu einer bestimmten Blende runter. Mit dem 16-35 2.8 L von Canon, was mir der Bu netterweise ausgeliehen hat, geht das bis f22. Auf dem Bild oben sieht man rechts neben dem Baum noch leichte Schatten. Die Leute standen da halt ewig rum. Sicher kann man sie irgendwie verjagen, aber ich hatte meine Super Soaker nicht dabei. Länger belichten hätte die Turmuhr ausbrennen lassen und ND Filter hatte ich keine dabei. Mal schauen was man in Lightroom noch rausholen kann.

Aber zurück zum Kaufhaus. Das Highlight war definitiv der Leica Store. Oh mein Gott. Orgasmus für die Augen. Leider ist das ganze Zeug unbezahlbar. Da muss ich noch einige Hochzeiten fotografieren ;)

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Als wir dann zum Hafen sind kam auf einmal ne Durchsage, dass die Hong. Kong Lightshow gleich anfangen würde. Geil Feuerwerk, dacht ich mir. Das werden doch bestimmt geile Bilder. Naja gab leider kein Feuerwerk. Die haben nur ein paar Laserstrahlen von den Gebäuden Leuchten lassen. Besser als nix.

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Und voll wars auch noch. Näher sind wir nicht ran gekommen. Wie geil wäre das Bild mit Feuerwerk. Und von der Position ein bisschen höher, ich habe leider nix gefunden wo ich mein Gorillapod hoher befässtigen konnte. Und ich wollte die Menschen im Vordergrund noch drauf haben. Trotzdem finde ich ein tolles Bild. Mal schauen was man in LR noch rausholen kann.

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Bevor es dann ins Hotel ging wollte ich noch unbedingt ein Bild von der Skyline machen. Also ein tollen Spot zum montieren der Kamera gesucht.

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Ganz ehrlich dieses Ding ist echt praktisch. 40 Euro und passt in meine kleine Manfrotto Tasche. Kann ich nur jedem empfehlen der ein bisschen mehr als nur knipsen will. Und dann los.

Hier noch ein weitere kreatives Mittel, was man bei langzeitbelichtungen erreicht. Man kann Wasser wie Nebel erscheinen lassen.  

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In lightroom noch ein bisschen die Lichter zurückholen, Kontrast hoch, bisschen Klarheit und ein anderes Format, dann kann daraus echt noch ein geiles Bild werden. Ach ja und die ganzen Sensorflecken, die müssen auch noch weg. Gott ist mein Sensor dreckig. Aber das sieht man halt alles wenn man soweit abblendet. Deswegen!

 Tipp: Objektiv immer mit Kamera nach unten gerichtet wechseln. Das verringern die Wahrscheinlichkeit, dass beim wechseln Staub in den Spiegelkasten fällt und der sich dann mit jedem Spiegelschlag auf dem Sensor verteilt.

so long