// Tag 1 in Rhodos

Auf der Fahrt ins Hotel sind wir an einer wunderschönen Burg in Lindos vorbeigefahren. Nach kurzem ausspähen der Umgebung habe ich mir gedacht wäre doch eigentlich ziemlich geil das Dorf mit der Burg zur Blauen Stunde vom gegenüberliegenden Felsen aus zu fotografieren. Kuzr auf dem iPhone gecheckt wann die ungefähr ist (Blaue Stunde). Das Zeitfenster war zwischen 20:10 und 20:39. Auf googlemaps noch geschaut wie lange man für den Fussweg braucht bis zu dem Punkt an den ich wollte und der Plan für den Abend hat gestanden. Also hab ich mich um 18:30 aus dem Hotel auf den Weg gemacht. Nach kurzer Parkplatzsuche durfte ich dann 1h lang über felsiges Terrain an den Punkt wandern zu dem ich wollte. Zu diesem Zeitpunkt habe ich noch nicht an den Rückweg gedacht :-)

der Weg zu meinem Aussichtspunkt

der Weg zu meinem Aussichtspunkt

Auf dem Weg zu meinem Ziel habe ich noch einen wunderschönen einsamen Baum in der Landschaft gesehen. Kamera ans Auge. Kurz geschaut welche Komposition mir am meisten gefällt, Einstellungen gecheckt und das erste Bild des Tages war im Kasten.

ISO 100, f6.3, 1/250s

ISO 100, f6.3, 1/250s

Als ich endlich angekommen war habe ich mich erstmal umgeschaut von wo aus ich am besten fotografieren kann. Da ich nur mein 35mm und 50mm Sigma ART dabei habe ist die ein entscheidender Faktor. Man kann ja mit Festbrennweiten bekanntlich nicht zoomen. Aber ich wusste auf die Entfernung wird das 50mm das richtige Objektiv sein. Man lernt ja mit der Zeit Brennweiten einzuschätzen. Nach kurzem suchen habe ich den geeigneten Felsen gefunden auf den ich meine Kamera abstellen konnte. unterlegt mit dem Ladegerätteil meiner 5d hatte ich einen sicheren Untergrund und der Bildausschnitt hat auch gepasst.

mein Stativ

mein Stativ

Nun war warten angesagt. Ich war 15 Minuten zu früh dagewesen. Kurz mal die erste Flasche Wasser die ich mir beim letzten Kiosk geholt habe leer gemacht, ist ja anstrengend so ein Marsch, und dann gings auch schon los. Licht war perfekt. Ich habe an den Einstellungen herumexperementiert und dann passiert es. Einer mit seiner blöden Yacht fährt in den Hafen ein und geht direkt an meinem rechten Bildausschnitt vor Anker. Super. Die Kamera neu positioniert, Spiegelvorauslösung an, manuell fokusiert (hierfür ist die Lupenfunktion der Kamera super geeignet) und den Timer der Kamera auf 10s eingestellt. Und los gings. 10 Aufnahmen später hat dann alles gepasst. Licht, Einstellungen und Motiv (die heilige Dreifaltigkeit des Fotografen) waren perfekt. Das Bild war im Kasten.

Kamera in den Rucksack, kurz was trinken und ab geht der Marsch nach Hause. Dachte ich mir. An was ich nicht gedacht habe ist, dass es eventuell dunkel werden könnte. In den ersten 10 Minuten ging es noch mit dem sehen. Danach war aber an weiterlaufen nicht mehr zu denken. Aufs iPhone geschaut. 20% Akku. Super! Ok alle nicht nötigen Funktionen ausgeschalten, ab in den Flugmodus und dann Taschenlampe an. Noch nie habe ich so sehr gebetet, dass mein Akku hebt. Nach 20 Minuten Irrweg hatte ich endlich den Pfad gefunden auf dem ich hingekommen war und ich konnte zügig zu meinem Auto. Für die Zukunft ein Memo an mich. Taschenlampe mitnehmen und ein Mückenspray. Meine Beine und Arme sehen aus :-)

Also ab ins Hotel. CF Karte in den Laptop und am in Lightroom. Die RAW soweit entwickelt das es mir gefällt, dann noch in Photoshop ein bisschen am Wasser und Himmel rumeditiert und fertig war das Bild. Also mir gefällt es. Ich finde es hat sich gelohnt 1h in Dunkelheit durch die Berge zu irren. Heute gehe ich in einer Alten Ruine den Sonnenuntergang fotografieren. Wenn das Wetter so bleibt, kann ich mich auch hier auf ein Schönes Ergebnis freuen. Bis morgen :-)

ISO 200, f11, 30s

ISO 200, f11, 30s